Bochum hält Pull-Faktoren standhaft aufrecht!

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In der Ratssitzung vom 18.6.2026 hatten wir beantragt, die Mitgliedschaft der Stadt Bochum in der sogenannten „Initiative Seebrücke“ mit sofortiger Wirkung zu beenden (https://bochum.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZeVD5GMEVxIvgdoa6-0LpRiUEKHeBwuXTPiIuXdKqP0A/Antrag_20261515.pdf) Mit dieser Mitgliedschaft erklärt die Stadt Bochum nämlich, dass sie die als „Seenotrettung“ verbrämte Schleusung afrikanischer Wirtschaftsmigranten über das Mittelmeer gut und richtig findet.

„Natürlich“ stimmte niemand außer uns für diesen Antrag.

Völlig beratungsresistent war man von Ganzrot über Rot und Grüngrot bis Schwarzrot, wenn es darum ging, den Unterschied zwischen den Seenotrettern in Nord- und Ostsee und den NGO-Schiffen im Mittelmeer zu verstehen. Wer direkt vor der afrikanischen Küste kreuzt, Menschen von hochseeuntauglichen Booten aufnimmt und diese anschließend Hunderte Kilometer entfernt in den nächsten EU-Hafen bringen will (und nicht an das nahe afrikanische Ufer), dem geht nicht um Seenotrettung.

Und nein, anders als insbesondere Grüne und Linke andeuten, ist die Alternative zur Rettung nicht die ausbleibende Rettung, sondern das Abstellen der Pull-Faktoren, die Menschen dazu bewegen, überhaupt auf ein derart hochseeuntaugliches Schiff zu steigen und sich in Lebensgefahr zu begeben.

Kurioses am Rande:

Die Gruppe „FDP-UWG: WAT“ hatte einen Änderungsantrag eingereicht, der mit unserem Antrag inhaltlich übereinstimmte.

Nachdem wir Zustimmung signalisiert hatten, wurde genau dieser Änderungsantrag schnell zurückgezogen. Anschließend gab es „Prügel“ von den anderen Parteien der „politischen Mitte“. Die Gruppe „FDP-UWG: WAT“ war in der Folge sichtlich bemüht, Abbitte zu leisten, um wieder in den erlauchten Kreis der anderen aufgenommen zu werden.

Und die CDU, die seinerzeit dagegen gestimmt hatte, dass Bochum diese Schleuserei moralisch unterstützt, musste sich erst beraten, und kam dann zu dem – wohl nur für CDUler verständlichen – Schluss, dass man zwar sehr gegen die Mitgliedschaft in der „Seebrücke“ sei, man aber keinesfalls diesem bösen unmoralischen schwefelstinkenden Antrag der AfD zustimmen könne, da halt einfach wieder auszutreten.

Falls FDP und CDU auf Ostern 2027 hoffen, um kurz vor der Landtagswahl doch noch ein paar Eier zu finden – das könnte in die Hose gehen.